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Dendritische Zellen – die Wächter der Immunabwehr!

Dendritic Cells – Dendritische Zellen – Krebsimpfung – Dendritische Zelltherapie – Immuntherapie

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Therapien bei Krebs z.B. wird bei der Behandlung mit dendritischen Zellen das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen Krebs genutzt. Nebenwirkungen treten deshalb nur sehr selten und wenn überhaupt in geringem Maße auf – klingen dabei auch in kurzer Zeit wieder ab. Aus diesem Grund kann diese Therapie ohne Klinikaufenthalt ambulant durchgeführt werden. Erfahrene Therapeuten verbinden die Behandlung mit dendritischen Zellen sinnvoll mit anderen biologischen Therapien und die Reihenfolge und Kombination der verschiedenen Verfahren ist mit entscheidend über den Erfolg! Unser Partnerlabor, welches den gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland entspricht und GMP Zertifiziert ist, hat seit 2002 weit über 1500 erfolgreiche Therapien mit dendritischen Zellen durchgeführt. Hier wird eine ganz besonders moderne und effektive Art der dendritischen Zellen hergestellt und in einer speziellen Kombination weiterer Behandlungen verabreicht.

Direkter Kontakt für Informationen und Terminvereinbarung in einer Klinik: 0800-5432584

Wie sieht es mit den tatsächlichen Erfolgen dieser Therapie bei Krebs aus? 

Eine von unabhängigen Experten aus Belgien geprüfte Analyse seit 2001 behandelter Patienten ergab folgende Ergebnisse: Bei 134 Menschen mit inoperablem Bauchspeicheldrüsenkrebs leben nach einem Jahr noch 55 Prozent, wenn sie als Kombination zur Chemotherapie mehrmals Dendritische Zellen bekommen. 50 Prozent der Patienten lebt auch nach 13,4 Monaten noch. Zum Vergleich: Beim wirksamsten Arzneimittel sind es nur 23 Prozent. Die Hälfte der Chemotherapierten kann dem Krebs nur sieben Monate standhalten. Bei 34 Patienten mit Dickdarmkrebs bilden sich nach Entfernen der Tumore und einer Chemotherapie bei 40 bis 50 Prozent der Erkrankten Metastasen. Bei zusätzlicher Behandlung mit Dendritischen Zellen, sind es nur 9 Prozent.

„Mit der Dendritischen Zelltherapie sinkt auch das Risiko einer Metastasenbildung von 31 auf 8 Prozent. Die 5-Jahres-Überlebensrate steigt von 74 auf 97 Prozent“, fasst ein Arzt Ergebnisse zusammen. Zusätzlich muss man beachten, dass die Immunisierung durch Dendritische Zellen, Patienten Übelkeit, Hautausschläge, Gewebeschwellungen und weitere Nebenwirkungen erspart.

Dendritische Zellen

Einen Tumor bzw. Krebs mit unserem eigenen Immunsystem zu bekämpfen, ist seitz Menschengedenken eine ideale Situation und Wunsch der Medizin. Jetzt seit der Endteckung einer ganz besonderen Immuntherapie mit Hilfe dendritischer Zellen, ende der Neunziger Jahre, ist dieser Wunsch warscheinlicher denn je. Professor Ralph Steinmann wurde dafür 2011 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Seit dieser Zeit ist eine regelrechte Forschungslawine losgebrochen, und mehr als 7.000 wissenschaftliche Arbeiten wurden zum Thema Dendritische Zellen veröffentlicht. In vielen Therapie- und Forschungseinrichtungen weltweit richtet man mehr und mehr Aufmerksamkeit auf die dendritische Zelltherapie.

Was sind dendritische Zellen?

Der Kanadische Immunologe Ralph Marvin Steinman, gilt als der Entdecker der dendritischen Zellen. Er unternahm bahnbrechende Forschungen zur körpereigenen Abwehr. In den frühen 1970er Jahren arbeitete Steinman als Wissenschaftler an einer Universität in Manhattan, New York City. Eines Tages sah er etwas durch sein Mikroskop, was noch niemand zuvor beschrieben wurde: eigenartige Zellen mit verzweigten, spindelförmigen Fortsätzen. Man kannte damals schon wichtige Akteure des Immunsystems, etwa die B-Zellen, die körperfremde Eindringlinge erkennen helfen, sowie die T-Zellen, die solche Invasoren angreifen. Steinmann’s Vermutung, dass seine neu entdeckten Zellen eine Schlüsselrolle in der aktivierung von B- und T-Zellen ausüben, bewahrheitete sich. Er nannte Sie dendritische Zellen. Heute weis man dass Sie eine entscheidene Rolle beim Aufspüren körperfremder Strukuren und beim Auslösen von Immunreaktionen dagegen spielen. Als er 2007 selbst an Bauchspeichelkrebs erkrankte, unternahm er einen Selbstversuch mit dendritischen Zellen. Lesen Sie HIER DEN GESAMTEN ARTIKEL DARÜBER ALS PDF!

Dendritische Zellen gehören zu einer ganz speziellen Gruppe von Zellen. Zusammen mit den Monozyten, Makrophagen und B-Lymphozyten sind es die sogenannten „professionellen“ antigenpräsentierenden Zellen des Immunsystems. Sie sind die Wächter unseres Immunsystems. dendritische Zellen sind pausenlos damit beschäftigt im Körper nach Eindringlingen oder auch krankhaft entarteten Zellen, wie sie bei Tumoren auftreten, zu suchen. Wissenschaftler der Universität Bonn haben gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Düsseldorf, Hamburg, Utah (USA) und Melbourne (Australien) herausgefunden, dass sich die dendritischen Zellen zuvor bei anderen Zellen rückversichern. Die Ergebnisse dieser Erkenntnisse haben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Immunology publiziert.

Schon seit langem setzte man die Hoffnung in dendritische Zellen. Obwohl Ihre formale Definierung bereits im Jahre 1975 erfolgte, wurde die Schlüsselstellung dieser Zellen im Gesamtgebilde von Immunreaktionen erst in den 1990er-Jahren erkannt. Es ist der Forschungsarbeit von Professor Dr. Hinrich J. Peters zu verdanken, dass eine Therapie mit dendritischen Zellen bei Menschen überhaupt möglich ist. Seine Geschichte wird auch als der „Göttinger Alleingang“ bezeichnet. Lesen Sie HIER den Artikel als PDF: Der Göttinger Alleingang – Prof. Dr. J.H Peters

1996 dachte man dann erstmals über den Einsatz von dendritischen Zellen als zellulärem Krebsimpfstoff. Etliche Forschungsgruppen auf der ganzen Welt nahmen sich nun dieser Thematik an. Im Jahre  2007 zeigten Hämatologen von der Charité Universitätsmedizin Berlin, dass eine Impfung mit spezifischen autologen antigenpräsentierenden Zellen aus dem peripheren Blut bei manchen Patienten mit CML eine Immunreaktion auslöst, bei der sich aktivierte T-Lymphozyten gegen die Krebszellen richten. Zu einem wirklichen Durchbruch kam es aber erst etwa im Jahre 2009.

Dendritische Zellen sind immer auf Streife und in den verschiedenen Körperbereichen, auf der Suche nach körperfremden Gebilden. Dazu zählen unter anderem Bakterien, Viren, aber auch die entarteten Oberflächen von Tumorzellen. Haben sie etwas aufgespürt, wird es verschluckt und anschließend auf der eigenen Oberfläche präsentiert. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um kleine Eiweiße oder ganze Mikroorganismen handelt. Nach dem Kontakt mit einem Fremdkörper wandern sie in den nächsten Lymphknoten. Dort zeigen sie ihre Entdeckung anderen Immunzellen, wie den Killer-T-Zellen, die darauf abgerichtet wurden, gegen bestimmte fremde Strukturen vorzugehen. Die Immunantwort des Körpers ist somit angelaufen!

Ablauf der Therapie

Die dendritische Zelltherapie ist eine natürliche und schonende Therapie gegen Krebs.

Das Wirkprizip der Dendritischen Zellen

Dendritische Zellen werden weltweit seit Jahren bereits in der Onkologie eingesetzt. Während konventionelle Behandlungsmethoden wie Chirurgie, Strahlen- und Chemotherapie meist mit immunverändernden Nebenwirkungen einhergehen, versucht die moderne Medizin immer mehr, biologische Methoden anzuwenden. Diese biologische Verfahren fördern den Selbsheilungsprozess und stärken das Immunsystem. Dazu gehören auch die dendritischen Zellen.

Je älter ein Mensch wird, je mehr sinkt die Immunabwehr und immer mehr Fachleute verknüpfen diese Tatsache mit der Zunahme maligner Tumorerkrankungen. In der präventiven Onkologie ist man deshalb bestrebt das Immunsystem auch im Alter zu stärken. Eine Therapie mit dendritischen Zellen ist zur Zeit noch kein klinische Routine bei Karzinomen, aber die Ergebnisse vorliegender klinischer Studien sind vielversprechend.

Für eine entsprechende Therapie bedarf es eines besonderen Labors, da die Gewinnung dendritischer Zellen sehr aufwendig ist. Aus den bisher bekannten Daten konnte keinerlei medizinischer Nachteil für Patienten ersehen werden. Die positiven therapeutischen Effekte hingegen konnte in der überwiegenden Mehrheit der Studien eindrucksvoll aufgezeigt werden.

Dendritische Zellen werden aus etwa 250 ml Blut des Patienten unter speziellen Bedingungen im Labor gewonnen. Das Gesetz schreibt eine Herstellung nach cGMP in einem Reinraum vor. Die patienteneigenen (autologe) Dendritischen Zellen werden im Labor etwa 7 Tage lang vermehrt, bevor sie dem Patienten zurück injitziert werden.

Sobald die Dendritischen Zellen in den Körper injiziert wurden finden sie schnell den Weg zu den Lymphknoten oder im Blut zirkulierenden Helfer- und Killerzellen. Dort präsentieren sie diesen direkt die Tumorzellen. Die körpereigene Immunantwort kann auf diesem Wege deutlich verbessert werden und die Toleranz des Abwehrsystems gegenüber Tumoren kann durchbrochen werden. Eine Impfung mit Dendritischen Zellen kann in jedem Stadium einer Erkrankung angewandt werden.

Studien und Berichte über Dendrititsche Zellen

  • 2013 F.Gansauge, Boch, Schwarz: Effectivity of Long Antigen Exposition Dendritic Cell Therapy (LANEX-DC) in the Palliative Treatment of Pancreatic Cancer – Komplette Studie HIER ALS PDF LESEN! (english)
  • 24.01.2013 Bauer, C. et al.: Dendritic Cell-Based Vaccination of Patients with Advanced Pancreatic Carcinoma: Results of a Pilot Study. In: Cancer Immunology, Immunotherapy 60, S. 1097 – 1107, 2011- Komplette Studie HIER ALS PDF LESEN!
  • Sept. 2009 Palucka, A. K. et al.: Taming Cancer by Inducing Immunity via Dendritic Cells. In: Immunological Reviews 220, S. 129 – 150, 2007 – HIER ALS PDF LESEN! (English)
  • April 2010 Building on Dendritic Cell Subsets to Improve Cancer Vaccines – HIER ALS PDF LESEN!
  • 19.Januar 1973 – Steinman, R. M., Cohn, Z. A.: Identification of a Novel Cell Type in Peripheral Lymphoid Organs of Mice. I. Morphology, Quantitation, Tissue Distribution. In: Journal of Experimental Medicine 137, S. 1142 – 1162, 1973 –  original Studie HIER ALS PDF LESEN!
  • Banchereau J, Steinman RM: Dendritic cells and the control of immunity. Nature 1998; 392: 245–252.
  • Brunner C, Seiderer J, Schlamp A et al.: Enhanced dendritic cell maturation by TNF- or cytidine-phosphate-guanosine DNA drives T cell activation in vitro and therapeutic anti-tumor immune responses in vivo. J Immunol 2000; 165: 6278–6286.
  • Gilboa E: How tumors escape immune destruction and what we can do about it. Cancer Immunol Immunother 1999; 48: 382–385.
  • Hartmann G, Weiner GJ, Krieg AM: CpG DNA: a potent signal for growth, activation, and maturation of human dendritic cells. Proc Natl Acad Sci USA 1999; 96: 9305–9310.
  • Jonuleit H, Kuhn U, Muller G et al.: Pro-inflammatory cytokines and prostaglandins induce maturation of potent immunostimulatory dendritic cells under fetal calf serum-free conditions. Eur J Immunol 1997; 27: 3135–3142.
  • Ludewig B, Ochsenbein AF, Odermatt B, Paulin D, Hengartner H, Zinkernagel RM: Immunotherapy with dendritic cells directed against tumor antigens shared with normal host cells results in severe autoimmune disease. J Exp Med 2000; 191: 795–804.
  • Maraskovsky E, Daro E, Roux E et al.: In vivo generation of human dendritic cell subsets by Flt3 ligand. Blood 2000; 96: 878–884.
  • Matzinger P: Tolerance, danger, and the extended 
  • family. Annu Rev Immunol 1994; 12: 991–1045.
  • Pulendran B, Banchereau J, Maraskovsky E, Maliszewski C: Modulating the immune response with dendritic cells and their growth factors. Trends Immunol 2001; 22: 41–47.
  • Romani N, Gruner S, Brang D et al.: Proliferating dendritic cell progenitors in human blood. J Exp Med 1994; 180: 83–93.
  • Schnurr M, Scholz C, Rothenfusser S et al.: Apoptotic pancreatic tumor cells are superior to cell lysate in promoting cross-priming of cytotoxic T cells and activate NK and T-cells. Cancer Res 2002; 62: 2347–2352.
  • Schnurr M, Then F, Galambos P et al.: Extracellular ATP and TNF-a synergize in the activation and maturation of human dendritic cells. J Immunol 2000; 165: 4704– 4709.
  • Schuler G, Steinman RM: Murine epidermal Langerhans cells mature into potent immunostimulatory dendritic cells in vitro. J Exp Med 1985; 161: 526–546.
  • Steinman RM, Cohn ZA: Identification of a novel cell type in peripheral lymphoid organs of mice. I. Morphology, quantitation, tissue distribution. J Exp Med 1973; 137: 1142–1162.
  • Zitvogel L, Regnault A, Lozier A et al.: Eradication of established murine tumors using a novel cell-free vaccine: dendritic cell-derived exosomes. Nat Med 1998; 4: 594–600.